10 Tipps gegen Kostenfallen beim Mietwagen

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10 Tipps gegen Kostenfallen beim Mietwagen


Wer Land und Leute im Urlaub erkunden, oder einfach nur nach dem eigenen Rhythmus reisen will, ist mit einem Mietwagen bestens beraten. Das passende Schnäppchen ist schnell gefunden, dank unserer goldenen Regeln für die perfekte Buchung sollte dabei eigentlich auch alles glattgehen. Doch als ihr im Reiseland einfach nur mit dem Mietwagen losdüsen wollt, kommt euch der Mitarbeiter am Schalter mit Zusatzversicherungen oder will das Auto nicht rausrücken, das ihr gebucht habt. Wir verraten euch, womit die Vermieter versuchen, extra Kasse zu machen und wie ihr diese Fallstricke am besten umschifft.

Ein Tipp vorweg: In den meisten Fällen gibt es keine Probleme mit dem Mietwagen, ein guter Anhaltspunkt dafür sind die Kundenbewertungen der Autovermietungen.

Gib es doch mal Probleme, machen die Anbieter erfahrungsgemäß nur bei der Übergabe des Wagens Druck, um arglose Kunden zum Abschließen von Sonderverträgen zu bringen. Die Abgabe verläuft hingegen größtenteils problemlos.


Versicherungssumme nicht hoch genug

(

Oberstes Gebot bei der Fahrzeugmiete ist ein ausreichender Versicherungsschutz. Denn ohne passende Police kann es im Schadensfall richtig teuer werden. Das wissen natürlich auch die Anbieter und manche Mitarbeiter versuchen, genau damit dem Kunden Panik zu machen und ihn zum Abschluss teurer, unnötiger Zusatzversicherungen zu drängen. Immer wieder berichten Urlauber etwa davon, dass ihnen vor Ort mitgeteilt wurde, die im Internet gebuchte Vollkasko ohne Selbstbeteiligung (beziehungsweise mit Rückerstattung der Selbstbeteiligung) sei nicht ausreichend und ohne Zusatzversicherung könne ihnen kein Auto übergeben werden.

Hier solltet ihr jedoch ganz entspannt bleiben und auf die euch zugesicherten Leistungen auf dem Voucher verweisen. Denn alle Angaben, die ihr von uns erhaltet, sind bindend. Es ist also schlichtweg nicht möglich, dass ihr über CHECK24 einen Mietwagen bucht und vor Ort wirklich eine Zusatzversicherung buchen müsst. Wird euch die Herausgabe des Fahrzeugs verweigert, verlangt entweder einen Vorgesetzten zu sprechen oder ruft direkt unseren Service an.

Tipp:
Wird euch die Herausgabe eures Wagens ohne Abschluss einer Zusatzversicherung verweigert, lasst euch dies unbedingt schriftlich bestätigen. Wendet euch damit im Anschluss an die Reise an unseren Kundenservice!

Unnötige Zusatzversicherungen

 (Nichts aufschwätzen lassen)

In puncto Zusatzversicherungen kennt die Kreativität mancher Mitarbeiter bei den Anbietern vor Ort keine Grenzen. Meist wollen sie eine Provision einstreichen, indem sie euch eine Zusatzpolice zur Verringerung der Selbstbeteiligung andrehen. Häufig sogar dann, wenn ihr diese bereits über euren Anbieter gebucht habt. Doch an sich gibt es nur drei Zusatzversicherungen, die unter Umständen Sinn machen. Auf diese weisen wir euch jedoch bereits bei jedem Angebot hin und ihr könnt sie direkt dazubuchen oder Angebote wählen, bei denen diese bereits inklusive sind:
  • Bei einigen Kaskopolicen sind Schäden an Dach, Glas, Reifen und Unterboden nicht mitversichert. Dies wird bei uns durch den Hinweis „Kein Zusatzschutz“ ausgewiesen.
  • Die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung sollte mindestens eine Millionen Eurobetragen. Tut sie dies nicht automatisch, weisen wir euch mit einem roten Ausrufezeichen im Angebot darauf hin. Habt ihr „Premium Schutz“ gewählt“, sind beide Policen bereits enthalten.
  • Bei einer Panne wird selbst mit Premium Schutz nur der Schaden am Wagen übernommen. Weitere Kosten, wie für Abschlepp- oder Pannendienst, muss in der Regel der Kunde tragen. Auch einen Ersatzwagen bekommt ihr nur auf Kulanz des Vermieters. Um auch diese Fälle abzusichern, könnt ihr sogenannte „Road Safe“- oder „Road Assistance“-Versicherungen abschließen. Die gleichen Leistungen bieten aber auch Automobilklubs oder ein Kfz-Schutzbrief bei einer Versicherung. Hier entscheidet letztlich, was sich für euch finanziell lohnt.

Zum Vergleich: Schutzbriefe oder Mitgliedschaften bei Automobilklubs kosten für ein ganzes Jahr rund 50 bis unter 100 Euro. Autovermietungen verlangen etwa vier bis fünf Euro am Tag.


Tankregelung

(Auf Voll / Voll bestehen)

Ihr wollt nur bezahlen, was ihr verfahrt? Dann wählt bei der Tankregelung Voll/Voll. Hier bekommt man den Wagen mit gefülltem Tank und muss ihn auch genauso wieder abgeben. Doch gerade in südeuropäischen Ländern wird immer wieder versucht, Kunden eine andere Tankregelung unterzujubeln, etwa „gleicher Füllstand“. Da es jedoch praktisch unmöglich ist, einen zu 3/8 gefüllten Tank wieder exakt gleich zu befüllen, zahlt der Kunde in den meisten Fällen drauf. Achtet beim Unterschreiben des Vertrags also darauf, dass …

  • die Tankregelung Voll/Voll auf dem Vertrag vermerkt ist
  • der Tank des Fahrzeugs auch tatsächlich komplett gefüllt ist

Andernfalls verlangt nach einer entsprechenden Änderung im Vertrag oder nach einem Wagen mit vollem Tank. Bei der Abgabe empfiehlt es sich …

  • das Auto erst in direkter Nähe der Abgabestation vollzutanken
  • vorsichtshalber die Quittung von der letzten Tankstelle aufzuheben
  • ein Foto der Tank- und Kilometeranzeige anzufertigen


Freikilometer

(Das Kleingedruckte lesen)

Achtet bei der Vertragsunterzeichnung ebenfalls unbedingt auf die Freikilometer. Habt ihr ein Angebot ohne Begrenzung gebucht, lasst euch keins mit beschränkter Reichweite andrehen. Prüft bei Verträgen mit einem bestimmten Kontingent, ob die Zahl im Vertrag mit der gebuchten übereinstimmt. Denn wenn ihr mehr als vertraglich vereinbart fahrt, wird es ganz schnell sehr teuer. Je nachdem, um wieviel ihr das Limit überzieht, können hier wenige Cent bis zu einem Euro pro Kilometer fällig werden! Legt ihre lange Strecken zurück, etwa mit dem Mietwagen in Südafrika, läuft hier schnell ein kleines Vermögen auf! Macht bei der Rückgabe des Autos am besten ein Foto des Kilometerstands. So könnt ihr im Zweifel beweisen, dass ihr die Freigrenze eingehalten habt. Bei einem Tageslimit (etwa 200 Kilometer pro Miettag) ist es übringens egal, ob ihr diese wirklich pro Tag verfahrt. Insgesamt dürfte ihr nur nicht über die Grenze kommen.

Tipp: Achtet bei Fotos vom Kilometerstand darauf, dass mindestens in den Bildeigenschaften Aufnahmedatum und Zeit vermerkt sind.


Upgrade

(Nicht der Verlockung unterliegen)

Beim Wort „Upgrade“ bekommen viele Kunden leuchtende Augen. Aber nehmt nicht dankend jedes Lockangebot an. Denn das Upgrade ist die einfachste Variante, wie der Anbieter zusätzlich Geld verdienen kann, ganz ohne hinterhältige Tricks. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail. Oft wird euch ein größeres Auto für einen kleinen Mehrbetrag angeboten. Immer wieder unterschlagen wird jedoch, dass es sich beim genannten Preis um eine Tagespauschale handelt. Bei Upgradekosten von 14 Euro werden bei einer Woche bereits 98 Euro mehr fällig!

Ebenfalls bedenken solltet ihr, wofür ihr den Mietwagen eigentlich braucht. Wollte ihr zum Beispiel eine Städtetour mit dem Mietwagen in Kapstadt machen, wäre der Kleinwagen wohl besser als ein großer SUV. Gleiches gilt auch für viele Parkhäuser und Tiefgaragen von Hotels. Außerdem benötigen größere Autos in der Regel auch deutlich mehr Kraftstoff.


Schäden am Auto

(unbedingt dokumentieren)

Eines der häufigsten Probleme sind Vorschäden am Auto, die entweder gar nicht oder nur teilweise protokolliert wurden. Dafür finden die Mitarbeiter vor Ort auch immer wieder kuriose Gründe. Dies sei generell nicht nötig, eine Markierung gelte für die gesamte Fahrzeugseite, oder man habe einfach keine Zeit oder kein Personal verfügbar. Lasst euch davon aber nicht beirren. Besteht entweder darauf, dass jemand mit euch das Fahrzeug überprüft, oder tragt die Schäden selber ein und lasst das Protokoll vom Personal vor Ort quittieren bevor ihr das Auto zum ersten Mal bewegt. Zusätzlich solltet ihr den Wagen von allen Seiten fotografieren und Schäden auch im Detail dokumentieren. Am häufigsten findet ihr Macken und Beulen …

Check24
  • jeweils an den Ecken der Stoßstangen
  • an den Felgen
  • an den Außenspiegeln
  • an den Schwellern, unterhalb der Türen

Übrigens: Ihr solltet alle Schäden am Auto im Protokoll und per Foto festhalten, auch wenn einige Anbieter Schäden von weniger als einem Zentimeter Länge per AGB als Bagatellschäden ansehen und nicht berechnen. Wer sich um Kratzer und Beulen keine Sorgen machen will, wählt einfach ein Angebot ohne Selbstbeteiligung.

Tipp:
Hat jemand euer Auto beschädigt oder ihr etwas angerempelt, ruft unbedingt die Polizei. Denn von der benötigt ihr ein Unfallprotokoll. Andernfalls weigern sich viele Anbieter, den Schaden zu übernehmen. Bei der Polizei in Südeuropa braucht ihr dabei häufig etwas Durchsetzungsvermögen. Bei kleineren Remplern will diese nämlich immer mal wieder nicht kommen.


Reinigung

(Schmutz ist nicht gleich Schmutz)

Wenn ihr einen Mietwagen entgegennehmt, wollt ihr diesen sauber vorfinden. Das bedeutet aber nicht, dass ihr das Fahrzeug vor Abgabe auch wieder putzen müsst. Denn die Grundreinigung ist in der Regel im Mietpreis enthalten. Aus Erfahrung versuchen euch manche Mitarbeiter vor Ort jedoch weis zu machen, dass ihr eine Reinigungspauschale bezahlen müsst – natürlich vorab. Ansonsten würden euch Kosten von bis zu 200 Euro drohen. Wer den Wagen jedoch nicht übermäßig einsaut, kann sich das Geld getrost sparen. Nur wer das Auto extrem verschmutzt, muss für die Reinigung aufkommen. Was genau als „extrem“ gilt, legen die Anbieter allerdings selber fest. So berichten Kunden, dass sie bereits für Sand vom Strand zur Kasse gebeten wurden. Andere Anbieter sind hier deutlich kulanter. Absolut tabu sind Rauchen oder Tierhaare im Auto. Auch wer viel Müll hinterlässt, muss ebenfalls mit einer Reinigungspauschale rechnen. Im Zweifel solltet ihr den Wagen vor Abgabe selbst zumindest grob reinigen.

Tipp: Natürlich gibt es Ausnahmen von der Regel. Interrent verlangt zum Beispiel tatsächlich eine Reinigungsgebühr, wenn der Wagen nicht in dem Zustand zurückgebracht wird, in dem er übergeben wurde. Ihr könnt also entweder selbst den Staubsauger schwingen oder 15 Euro zahlen. In Südafrika in die Waschlange, danach sieht das Auto aus wie neu! Kostet keine R100.



Zusatzfahrer

(Wer darf ans Steuer)
Ganz wichtig bei der Vorbereitung auf den Urlaub: Überlegt euch vor der Buchung, wer alles ans Steuer will. Denn prinzipiell darf nur der Buchende den Mietwagen fahren. Ansonsten müsst ihr einen Zusatzfahrer eintragen lassen, was in der Regel Geld kostet. Es gibt allerdings auch Angebote, bei denen ein weiterer Fahrzeuglenker bereits im Preis inbegriffen ist. Dies kann durchaus wichtig werden, denn sitzt eine nicht eingetragene Person am Steuer, riskiert ihr im Schadensfall sämtlichen Versicherungsschutz.
Tipp: 
Der Hauptfahrer/Buchende muss auch tatsächlich fahren, oder zumindest fahren dürfen. Hat dieser etwa den Führerschein vergessen, muss der Anbieter die Herausgabe des Mietwagens verweigern. Er würde sich sonst strafbar machen. Hier helfen dann auch Zusatzfahrer nichts! Es müsste ein neuer Hauptfahrer eingetragen werden. Das kostet entweder Geld oder ist häufig technisch nicht mehr möglich, da dies durch den Veranstalter erfolgen muss und nicht vom Vermieter vor Ort durchgeführt werden kann!

Strafzettel

(Vergehen, die es nie gab)
Eine Trick, der offenbar in Südeuropa Schule macht, sind wahllose Abbuchungen von eurer Kreditkarte, meist mehrere Wochen nach Ende der Anmietung. Auf Nachfrage erhaltet ihr dann die Begründung, es handle sich um die Bearbeitungsgebühr für einen Strafzettel aus dem Urlaubsland. Fordert in diesem Fall unbedingt einen Nachweis an, etwa eine Kopie des Tickets per Mail. Kann der Anbieter dies nicht belegen, kontaktiert umgehend unseren Kundenservice.


Quelle: Check24
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